BildungsBande: Nachbericht zum BandenTreff NRW

Über 300 Schülercoachs kamen zum BandenTreff nach Dortmund

„Mit Energie in die Zukunft“, so heißt ein Programm der BildungsBande und es hätte auch das Motto des großen BandenTreffs NRW sein können, zu dem am 11.02.2016 über 300 junge Schülercoachs ins Dortmunder Kulturdepot strömten. Aus den Stunden voller Austausch und Kreativität haben viele der Teilnehmenden frische Energie für ihre zukünftige Arbeit in der BildungsBande gewonnen. Die Zukunftsstiftung Bildung, Initiatorin der BildungsBande, hatte die beteiligten Projektschulen zu dem Treffen eingeladen. Damit würdigte sie das Engagement der Kinder und Jugendlichen, die als Schülercoachs regelmäßig jüngere Kinder in den Partnereinrichtungen ihrer Schulen beim Spielen und Lernen begleiten.

Matthias Riepe, Geschäftsführer der Zukunftsstiftung Bildung, begrüßte die Gäste der Projektschulen.

Im Kulturdepot waren 24 Projektschulen aus Nordrhein-Westfalen vertreten, darunter die Heinrich-Heine Gesamtschule aus Düsseldorf, die Grundschule an der Kurt-Schumacher-Straße aus Gelsenkirchen-Schalke Nord und die Städtische Geschwister-Scholl-Gesamtschule Lünen. Zu Beginn des BandenTreffs gab es die Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen. Bei einer Art „Speed-Dating“ konnte man seinem zufälligen Gegenüber erklären, warum man bei der BildungsBande mitmacht oder woher die eigene Familie kommt; eine spannende Frage, da viele der Anwesenden aus zugewanderten Familien stammten.

Aktion in der großen Runde: Über 300 Schülerinnen und Schüler kamen zum BandenTreff nach Dortmund.

Auf der Bühne präsentierten die Schülergruppen ihre BildungsBande vor Ort. 20 Schulen beteiligen sich am Programm „BildungsBande – damit’s beim Lernen klappt“, wo das Beziehungslernen mit jüngeren Kindern im Vordergrund steht. Das Programm „BildungsBande – mit Energie in die Zukunft“ setzen 4 Schulen mit ihren Partnereinrichtungen um. Im Netzwerk BildungsBande ist der Träger die wert-voll gGmbH aus Dortmund, deren Projektleiter den BandenTreff mitgestaltete. Im Schwerpunkt "Energie" führen die Schülercoachs in 12 Lerneinheiten Experimente zum Themenkomplex Energie durch, unter anderem zu Mobilität, Energiegewinnung und Wärmeerzeugung.

Mit der Kunstaktion „So nah und doch so fern“ forderte die kroatische Künstlerin Milica Reinhardt-Ješkanic die Kreativität der Schülerinnen und Schüler heraus. Zerbrechliche Seifenblasen sollten mit kräftiger schwarzer Ölkreide gemalt werden. Die einzelnen Werke, stilistisch stark variierend und später zu einer Gesamtschau zusammengefügt, ergänzten sich in ihrer Vielfalt zu einem harmonischen Ganzen. Die Botschaft: Auch in der BildungsBande sind Unterschiede eine Bereicherung.

Künstlerin Milica Reinhardt-Ješkanic fordert zum Mitmachen auf.

Eine weitere Kunstaktion drehte sich nach der Mittagspause um den „idealen Helfer“. Während im Plenum Assoziationen zum idealen Helfer diskutiert wurden, verband Milica Reinhardt-Ješkanic mit Hilfe der Schülerinnen und Schüler zwei gegenüberstehende Holzfiguren mit Wollfäden. So entstand ein dichtes Geflecht von Fäden, das sehr anschaulich das Wesen der BildungsBande, nämlich die vielfältige Verbindung von Persönlichkeiten durch das Beziehungslernen, versinnbildlichte. Als ideale Helfer wurden häufig Eltern oder Freunde genannt, weil sie Bedürfnisse erkennen und nachempfinden können.

"Der ideale Helfer": Vielfältige Verbindungen entstehen beim Peer-Learning.

Das Programm BildungsBande greift systematisch auf Erfahrungen gemeinsamen Lernens (Peer-Learning) zurück. Ältere Kinder und Jugendliche gehen als Schülercoachs in Partnerschulen und lernen, lesen, experimentieren und spielen mit jüngeren Kindern, begleiten sie als Vertraute in ihrer schulischen und persönlichen Entwicklung. Dabei entfaltet das so wichtige Beziehungslernen seine positiven Wirkungen, sodass initiatives und eigenverantwortliches Handeln ins Schulwesen einzieht.

Weitere Informationen: www.bildungsbande.de.