Workshops an Schulen

Schulkultur positiv verändern

Kindheit stärken – selbstbewusst und mutig werden

Der schulische Alltag, gerade in Brennpunktorten, sollte vielfach Gelegenheiten zu positiven Erfahrungen bieten. Um lernen zu können, muss der innerste Ort eines Menschen, sein seelisches Erleben, frei von Stress und Angst sein. Man kann das trainieren, auf seine Kräfte achten und sich auf die Mitte ausrichten, damit Wahrnehmen und Handeln ausbalanciert sind.

In einem Kurs mit zehn Doppelstunden üben Kinder der Jahrgangsstufen 5 und 6, Situationen einzuschätzen, ihre Emotionen zu kontrollieren, sich abzugrenzen und – falls wirklich nötig – auch zu verteidigen. Körperarbeit, situatives Vorstellen, Rollenspiel und sprachlicher Ausdruck führen methodisch zu einem souveränen und reifen Umgang mit Schwierigkeiten.

Die Zukunftsstiftung Bildung beginnt mit zunächst zwei Kursen an einer Schule in der Dortmunder Nordstadt.

Kinder und Jugendliche sehen sich in der Schule vielfach mit Mobbing, Gewalterfahrung und Konflikten konfrontiert. So wird vermutet, dass z.B. jedes 7. Kind in seiner schulischen Biografie Opfer von Mobbing ist, bis hin zu täglicher Schikane und Psychoterror. Die betroffenen Kinder und Jugendlichen werden traumatisiert und sind – wenn sie keine Hilfe bekommen bzw. keine Möglichkeit zur Abwehr finden – für ihr Leben durch Angst gravierend eingeschränkt. Oft bemerken Pädagogen nicht, was in der Klasse passiert.

Konflikte sozial und kompetent bewältigen

In den mehrtägigen Trainings der Zukunftsstiftung Bildung lernen Kinder ihr Verhalten zu beobachten und zu reflektieren (als Opfer und als Täter) und dürfen Selbstvertrauen entwickeln („Mut tut gut“). Sie lernen erkennen, was Mobbing ist und wie es stattfindet, wie Täter auf ein zustimmendes Umfeld setzen und was getan werden muss, damit die Opfer geschützt werden und Mobbing aufhört („Mobbing – was passiert da?“). Ein weiteres Thema ist der Umgang mit Konflikten; weshalb es spezielle Trainings gibt, um Konflikte sozial kompetent zu bewältigen. Ein ganz wichtiges Praxisfeld im großen Bereich des „sozialen Lernens“ ist die „interkulturelle Öffnung von Schule“, also das Zusammenleben und -lernen von Menschen, die tatsächlich aus allen Weltengegenden kommen und neben dem Erlernen der Sprache sich mit eingeübten Gewohnheiten des Alltags vertraut machen müssen, oft ein anderes Frauenbild in westlichen Gesellschaften kennen lernen und auf dem Tatsachenboden unsere demokratischen Ordnungen ankommen sollen.

Vorteile und Stärken der Zivilgesellschaft lieben lernen

Die Zukunftsstiftung Bildung arbeitet bisher mit Schulen aus Bochum und Dortmund zusammen, die solche Trainings und Workshops für ihre Schüler*innen wünschen.  Sie entwirft in Kooperation mit den Lehrkräften Konzepte, damit sich eine positive Kultur entfalten und Kinder frei vom negativen Stress lernen können. Für die Umsetzung arbeitet die Stiftung mit einer Reihe erfahrener Trainer und Teamer zusammen: Sozialarbeiterinnen, Theaterpädagogen, Therapeuten. Die Lerntage sind vollgefüllt mit Übungen und Spielen, mit Gruppenarbeit und Stuhlkreise, in denen gedacht und gesprochen, gefühlt und Entschlüsse gefasst werden dürfen. Am Ende präsentieren die Kinder und Jugendlichen die Erfahrungen und Ergebnisse in einer Abschlussveranstaltung vor der Schulgemeinschaft. Auch die Präsentationen sind wichtige Elemente, weil so Selbstbewusstsein und Einstehen für das Gelernte und Erkannte trainiert werden. Die Hoffnung bei all dem ist, dass so junge Menschen das Lebensglück einer Zivilgesellschaft mit ihren Vorteilen und Stärken lieben lernen.

Workshops und Trainings wurden bisher an folgenden Schulen durchgeführt:
  • Gesamtschule Bochum Mitte: Interkulturelle Öffnung, zwei Tage im Rahmen des Projekts „Ball der Kulturen“ für die Jahrgangsstufen 6 und 7, insgesamt 240 Kinder
  • Martin-Luther-king Gesamtschule Dortmund: Interkulturelle Öffnung, zwei Tage für die Jahrgangsstufen 9 und 10, insgesamt 120 Jugendliche.
  • Anne Frank Gesamtschule Dortmund: Mut tut gut, vier Tage für die Kinder der Jahrgangsstufe, plus einen halben Tag jeden Monat zur Vertiefung. Mobbing – was passiert da?, vier Tage für die Kinder der Jahrgangsstufe 6 und 7, insgesamt 300 Kinder.

Die Stiftung bittet um Spenden, um möglichst viele Kinder erreichen zu können (Spendenmöglichkeit in der Spalte rechts). Schulen können sich für Workshops bei der Zukunftsstiftung Bildung bewerben.